Beschluss zur Betriebs- und Gewerkschaftsorientierung der DKP

Beschluss der außerordentlichen Bezirksdelegiertenkonferenz der DKP Niedersachsen 26.05.2018 zur Betriebs- und Gewerkschaftsorientierung der DKP:

Die DKP ist in ihrer Gesamtheit, wenn überhaupt, nur marginal in der Arbeiterklasse verankert. Dabei ist gerade die Verankerung im Betrieb der Dreh- und Angelpunkt für die Parteistärkung.

Wir haben uns auf dem 22. Parteitag folgende Aufgaben gegeben:

Mit dem 21. Parteitag haben wir eine Diskussion um den Neuaufbau von Betriebs- und Branchengruppen begonnen. Alle Bezirke und Landesorganisationen der DKP sind jetzt gefordert, den Fokus auf diese Auf-gabe zu richten, den Erfahrungsaustausch von in Betrieben und Gewerkschaften aktiven Genoss(inn)en zu organisieren und konkrete Pläne zu entwickeln.

Die wichtigste Aufgabe ist derzeit die Verankerung der DKP in der Arbeiterklasse zu steigern.“

Es gibt in Niedersachsen eine Betriebsgruppe und 2? Betriebszeitungen, womit wir bereits zu den am besten verankerten Bezirken gehören. Die meisten Ortsgruppen sind allerdings quasi nicht in der Arbeiterklasse verankert. Es gibt aber gerade hier auch viele Genossinnen und Genossen, die langjährige Erfahrung haben in Betriebs und Gewerkschaftsarbeit. Dies müssen wir nutzen um die Verankerung aller Gruppen in den Betrieben voran zu treiben. Dafür möchten wir eine kollektive Bestandsaufnahme durchführen um zu sehen – welche Erfahrungen, welche Kapazitäten gibt es? Wie können wir die oft vorhandene, aufopferungsvolle Arbeit Einzelner zu einem kollektiven Herangehen der Ortsgruppen weiterentwickeln? Wo können wir unterstützen? Wie können wir unsere Arbeit effektiver und nützlicher für die Klasse machen? Gibt es die Möglichkeit zur Gründung von Branchengruppen in Niedersachsen? So spielt in vielen Gruppen VW eine große Rolle, während für andere Gruppen im Rahmen der zentralen Orientierung, die Gesundheitsvorsorge einen guten Anknüpfungspunkt bieten kann.

Zu diesem Zweck sollen folgende Maßnahmen durchgeführt werden:

1. Durchführung mindestens eines Betriebsaktiventreffens:

Treffen aller im Bereich B&G Interessierten bzw. darin Arbeitenden (mindestens ein Genosse bzw. eine Genossin pro Gruppe) zum Erfahrungsaustausch mit Fokus auf folgende Themen:

• Bestandsaufnahme: Was gibt es aktuell für Strukturen? Wie ist deren Arbeitsweise? In welchen       Branchen arbeiten die G+G?

• Branchengruppen – Wo und in welcher Branche können wir eine solche Branchengruppe        gründen (mit dem langfristigen Ziel zur Etablierung zusätzlicher Betriebsgruppen)?

• Wie können die Betriebsaktiven sich am besten gegenseitig unterstützen und wie können        schwache bzw. überhaupt nicht verankerte Gruppe unterstützt werden?

• Aufstellung eines Plans zur Weiterentwicklung unserer B+G-Arbeit in Niedersachsen (u.a.        Auswahl von Schwerpunktbetrieben etc.)

 

2. Nutzung von Website und Sozialen Medien

• Publikation von Aktivitäten der Gliederungen in Niedersachsen u.a. zu B+G (z.B. Beteiligung         an Streiks, Verteilaktionen von Betriebszeitungen etc.)

• Veröffentlichung von Positionierungen/Solierklärungen und Co. zu B&G-Politik

 

3. Teilnahme von G+G an zentralen Schulungen, die von der Bildungskommission zu B+G         erarbeitet werden.